26.03.2015
25 Jahre AMECC

So einen Dreh hatten wir noch nie...

Filme sollen ja nach Möglichkeit immer emotional, bewegend, spannend und außergewöhnlich sein, unsere zweiwöchigen Dreharbeiten in Brasilien boten davon mehr als genug.
Nie zuvor hatten wir die Gelegenheit, so intensiv in eine völlig andere Welt abzutauchen - fernab touristischer Highlights.
In Guarabira im Bundesstaat Paraiba, einer Kleinstadt im armen und vernachlässigten Nordosten des Landes, portraitierten wir den 13jährigen Cosmo, dessen Schicksal für viele Kinder und Jugendliche steht, die in einem Umfeld aus Drogen, Gewalt und Armut aufwachsen. Im Kinderdorf Guarabira, gegründet von dem Neuöttinger Pfarrer Gerd Brandstetter, "Padre Geraldo",
und vorwiegend finanziert von bayerischen Spendern, haben diese Kinder die Chance, sich unter besten Voraussetzungen zu stabilisieren für eine lebenswerte Zukunft.

Perfekt unterstützt von Padre Geraldo, Sebastian Haury, dem operativen Leiter des Kinderdorfs, Mitarbeitern und Kindern konnten wir an langen Drehtagen bei 38 Grad Hitze uns voll auf unsere Arbeit konzentrieren. Trotz all der erschreckenden Gewalt im Drogenmilieu, in dem auch der Mord an Kindern selbstverständlich zu sein scheint, sprühten die meisten unserer jungen Mitwirkenden vor Lebenslust und positiver Energie. 90 Minuten Länge wird der Dokumentarfilm haben, der nach Ostern in den Schnitt geht.
Kamera Alexander Hackinger, Assistenz und Ton Tobias Müller, Projektleitung Christine Burgmeier, Regie Franz Stepan.

Der 13jährige Cosmo mit Christine Burgmeier und Franz Stepan in der Drehpause.